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Freihandel. Was sonst? #26

Freihandel. Was sonst?, bergsicht Ausgabe 26 vom 28. Juli 2017

Im Vormarsch

Das Jahr 2017 wird als Quantensprung des Freihandels in die Geschichte eingehen. Rund 1’300’000’000 Menschen sind nämlich ab dem 1. Juli dieses Jahres Teil eines einzigen grossen Binnenmarkts geworden. Warenkontrollen, mühseliges Ausfüllen von Zollformularen, lange Warteschlangen vor Grenzposten gehören der Vergangenheit an; ebenso die Notwendigkeit für die Unternehmungen, auf vergleichs- weise kleinem Raum Lagerhäuser zu unterhalten und mit komplexer Logistik Waren und Güter von einem Gliedstaat in einen anderen zu transportieren – wozu kurioserweise oft der Umweg übers ferne Ausland und der Re-Import in die Heimat gewählt worden war. Die Rede ist von Indien, dem riesigen Bundesstaat, der bis anhin den freien Handel landesintern noch nicht kannte. Dem entschlossenen indischen Premierminister Modi gelang das, was seine Vorgänger jeweils nur halbherzig oder gar nicht an die Hand nehmen wollten, weil sich ihre Klientel auf die eine oder andere Art zutiefst im Sumpf der versickerten volkswirtschaftlichen Effizienz suhlte: die überfällige binnenwirtschaftliche Liberalisierung.

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